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Amphibienschutz

Aus entstandener Notwendigkeit heraus, haben wir uns dem Amphibienschutz angenommen.

 

Amphibienleitzaun Wabel

 

Auf dem Zugweg zu dem Laichgewässer, -  in diesem Fall handelt es sich um den sehr alten Löschteich hinter dem Alten Forsthof Wabel -, müssen die Tiere, die sonst sehr verkehrs-beruhigte Strasse von Wabel überqueren. Dieser Strassenabschnitt wird von den Bewohnern aus Wabel höchst selten befahren, umso mehr aber von den sogen. „Naturschützern“.

 

Ein zügiges Handeln wurde unumgänglich, nachdem im Laufe der Jahre die durch die Forstbehörde ausgelöste Verkehrsdichte stetig zunahm.


Die zu den Laichgewässern ziehenden Tiere werden in Massen von den gigantischen Reifen der Harvester, dem Autoverkehr der Forstmitarbeiter, schweren Holzlasttransportern und den Fahrzeugen von Jagdgästen rund um die Uhr in hoher Anzahl überfahren und damit getötet.

 

Tagtäglich die vielen toten Amphibien vor der Haustür; das ist ein erschreckender Anblick und zeigt die wahre Einstellung der angeblich so engagierten Naturschützer.

 

Dem Leben der Tiere wegen mussten wir dort einfach helfend eingreifen und betreiben nun schon seit vielen Jahren Amphibienschutz, indem wir die überlebenden Tiere einsammeln  und diese zu den Laichgewässern verbringen.

 

Im Jahr 2013 sponserte der Verein „Natur und Umwelt Schwerin“ einen 100 m langen Amphibienleitzaun.

 

Wir sind darüber unermesslich dankbar.


Vielen Tieren wurde und wird somit das Leben in der Wanderzeit gerettet.

 

Im Jahr 2015 haben wir z.B. im Zeitraum von Ende Februar bis April, 273 Erdkröten, 6 Rotbauch-Unken und 4 Laubfröschen per ‚Bringtaxi’ zu dem Gewässer befördert.


Der Zaun wurde in diesem Zeitraum von unserer Aktiven 3 x täglich abgesucht und die Tiere eingesammelt.

 

Wenn man berücksichtigt, dass eine Erdkröte ein Alter von über 30 Jahren erreichen kann, ist es umso unbegreiflicher, dass nicht mehr Schutzmassnahmen für diese Tiere eingerichtet werden. Immerhin kennt man aus vielen Städten und Gemeinden umfangreiche und lang andauernde Einschränkungen des Straßenverkehrs, die allein dem Schutz dieser Tiere dienen.

 

Hier einige wissenswerte Fakten zur Erdkröte:

Die Erdkröte ist ein wechselwarmes Tier, das im Allgemeinen dämmerungsaktiv ist. Tagsüber ruhen die Tiere unter Steinen, zerfallenen Mauern, Totholz, Laub, Gebüschen oder in selbst gegrabenen Erdlöchern. Als Lebensräume besiedeln sie ein breites Spektrum von Biotopen, die von Wäldern über halboffene Landschaften aus Wiesen, Weiden und Hecken bis zu naturnahen Gärten reichen. In unserem Fall ist das eine Feuchtwiese mit Übergang zu einem Pappelwäldchen.


Besonders bevorzugt werden krautreiche Wälder (vor allem Laub – und Mischwälder) ohne völligen Baumkronenschluss; im geschlossenen Hochwald ist die Siedlungsdichte etwas geringer. Auch Überflutungsauen werden zwar nicht völlig gemieden, sind aber weniger günstig.

 

Im Vergleich zu anderen Amphibienarten kommt die Erdkröte häufiger auch in wechselfeuchten bis trockenen Wäldern vor. Streuobstwiesen und parkartige Landschaften werden wegen der abwechselungsreichen Strukturen besonders gerne bewohnt.


Wabel – das Paradies für Amphibien.


Ungeeignete Lebensräume sind vor allem intensiv genutzte Ackerlandschaften ohne Feldgehölze, flurbereinigte Weinberge und großflächige Nadelholz-Monokulturen. Auch dort, wo großflächige Laichgewässer fehlen, kann die Art nicht existieren.


Mit großer Stetigkeit werden Stillgewässer im Wald oder Waldnähe besiedelt.

 

Erdkröten ernähren sich von Würmern, Schnecken, Asseln, Spinnen und unterschiedlichen Insekten. Größere Erdkrötenpopulationen haben im „chemiefreien“ Gartenbau und in der Landwirtschaft eine große Bedeutung bei der Schädlingsbekämpfung.

 

Und wo sich viele Amphibien tummeln, gesellen sich naturgemäß dann auch die wunderschönen aber sehr bedrohten Ringelnattern hinzu. Im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) sind sie mittlerweile als besonders geschützt eingestuft.

 

Ringelnattern mögen Kröten zum Fressen gern und siedeln sich in deren Umfeld zahlreich an.

 

Die Ringelnattern sind in gewässerreichen Lebensräumen sehr verbreitet, da Amphibien vielerorts ihre Nahrungsgrundlage darstellen.


Durch Entwässerung von Feuchtgebieten, Regulierung von Fließgewässern, Verlust von Überschwemmungsbereichen, sowie Umbruch von Grünland, Trockenlegung von Mooren, Verlust von Kleingewässern und Intensivierung der Teichwirtschaft werden Lebensräume der Ringelnatter immer weiter vernichtet. Die Isolierung und Segmentierung von Lebensräumen stellt ebenfalls eine nicht unerhebliche Gefahr dar.


Ringelnattern werden zu Opfern des Straßenverkehrs (Kraftfahrzeuge, auch Fahrräder).

 

Saumbiotope „Ödland“ und Waldlichtungen, wie bei uns in Wabel, werden als Lebensraum und verbindendes Habitatelement durch Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft und durch Flurbereinigungen immer seltener. Durch Gewässerregulierungen und übertriebene Ordnung gehen Eiablageplätze verloren.

 

In Deutschland ist die Ringelnatter besonders geschützt und darf daher nicht belästigt, gefangen oder gar getötet werden. Zu Schutzmassnahmen für Ringelnattern zählen regelmässige Neuanlage von Eiablageplätzen und Schaffung von Amphibiengewässern.

 

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Also genau die Maßnahmen, die die Forstbehörde in Wabel so erfolgreich umsetzt ?

                                               

Wir haben mehrere dieser Plätze auf dem Alten Forsthof geschaffen, diese werden von den Ringelnattern sehr gerne angenommen. Auch in dem Misthaufen finden wir alljährlich Eierschalenreste von ausgebrüteten Eiern. Die Reptilien liegen gerne in der Sonne auf den offenen Graslandschaften zwischen den Weidetieren (Pferde, Rinder) und lassen sich dort gut beobachten. In sehr trockenen Sommern bevorzugen sie als ihren Wohnort das Plateau unter den zahlreichen Pflanzenkübeln der Hausherrin. Dort ist es nach dem täglichen Giessen immer schön feucht, und noch dazu dient es als gutes Versteck.

 

Nach Informationen seitens der Landesforst und einer unbegreiflichen Kündigung eben dieser Hauskoppel sollen diese idealen Siedlungsgebiete für Amphibien und Reptilien nun den angeblich bevorstehenden Waldumbaumassnahmen weichen.


Diese über 200 Jahre alten Kulturwiesen sollen umgebrochen und aufgeforstet werden. Damit soll ein einmaliges Kulturgut vernichtet werden. Hiergegen richtet sich unser eindeutiges VETO.

 

Unterstützen Sie uns mit Ihrer Stimme. Wir werden beim zuständigen Landwirtschaftsministerium einen Beschwerdebrief einreichen, um gegen diesen Unsinn und die offensichtlich verschwendeten Steuergelder einzutreten.

 

Helfen Sie uns, sich gegen ausschließlich fördermittelorientierte  Forstwirtschaft zur Wehr zu setzen.

 

Des weiteren suchen wir aktive Helfer zum Auf- und Abbau des Amphibienleitzaunes.


In der Regel wird der Zaun Ende Februar/ Anfang März, je nach Witterungsverhältnissen,  gesetzt. Wenn Sie auch gerne den Amphibien helfen möchten, melden Sie sich bitte unter Kontakte.